Gütersloh International 2026: Ein Fest der Begegnungen, der Vielfalt und der Mitte
Was ist Gütersloh International?
Seit fast fünf Jahrzehnten ist Gütersloh International ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in unserer Stadt. Rund 40 Vereine und Kulturgruppen gestalten das Fest mit internationalen Speisen, Getränken, Musik und Tanz. Auf der Bühne sorgen Folklore- und Musikgruppen aus der Türkei, Griechenland, Spanien, Albanien, Italien, Portugal, den Philippinen, Thailand, Russland und Deutschland für ein abwechslungsreiches Programm. Neu in diesem Jahr: Ein eigener Kinderbereich, in dem Kinder auf spielerische Weise die Vielfalt der Kulturen kennenlernen konnten, und die erstmalige Auszeichnung des schönsten geschmückten Standes.
Warum manche vom „Ausländerfest" sprechen
Viele Gütersloher nennen das Fest im Volksmund noch immer „Ausländerfest". Das hat historische Gründe: Als das Fest in den späten 1970er Jahren entstand, ging es darum, migrantischen Communities eine Bühne zu geben, sich sichtbar zu machen und Teil der Stadtgesellschaft zu werden. Der Name „Gütersloh International" ist die zeitgemäße Bezeichnung, die alle Menschen einschließt – unabhängig von ihrer Herkunft.
Ich finde diesen Namen wichtiger, weil Integration keine Einbahnstraße ist. Es geht nicht um „wir" und „die anderen", sondern darum, dass wir alle zusammengehören. Das Fest zeigt: Migration prägt Gütersloh seit Jahrzehnten und ist heute selbstverständlich Teil unseres Zusammenlebens. Ob als Besucher, Organisator oder Teilnehmer – alle sind willkommen. Der Fokus liegt auf Begegnung, nicht auf Abgrenzung.
Kurz gesagt: Es ist das Fest, an dem man die Welt bereist, ohne Gütersloh zu verlassen.
Meine Eindrücke: Tolle Stimmung, viele Begegnungen
Ich war an diesem Wochenende dort und kann nur sagen: Es war herrlich. Die Stimmung war warm, herzlich und voller positiver Energie. Viele nette persönliche Kontakte, tolle Begegnungen mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen – genau das ist es, was Gütersloh ausmacht. Eine Stadt, in der Vielfalt kein Risiko ist, sondern unser größter Vorteil.
Besonders geehrt habe ich mich gefühlt, das Fest gemeinsam mit Maria Unger genießen zu dürfen. Maria Unger war von 1994 bis 2015 Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh, wurde 2024 mit dem Ehrentitel „Altbürgermeisterin" ausgezeichnet und ist bis heute die „Bürgermeisterin der Herzen". Eine beeindruckende Sozialdemokratin, die über Jahrzehnte hinweg genau das gelebt hat, was dieses Fest ausmacht: Menschen zusammenbringen, Brücken bauen, die Mitte stärken. Mit ihr das Fest zu erleben, war ein besonderer Moment.
Auch für Vegetarier ein Paradies
Ein besonderer Pluspunkt, den ich hervorheben möchte: Gütersloh International ist auch für Vegetarier eine fantastische Veranstaltung. Die internationale Küche bietet eine riesige Auswahl an fleischlosen Speisen – von spanischen Tortillas über griechische Gemüsegerichte bis hin zu indischen, thailändischen und türkischen Spezialitäten. Wer vegetarisch lebt, muss hier auf nichts verzichten. Das ist Integration auch am Teller spürbar: Jeder findet etwas, jeder gehört dazu.
Warum dieses Fest politisch wichtig ist
Gütersloh International ist mehr als ein schönes Volksfest. Es ist gelebte Demokratie im kleinsten Maßstab. Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenkommen, lachen, essen und tanzen – dann entsteht das, wofür ich im Landtag eintreten will: Ein NRW, das funktioniert. Ein Land, in dem niemand zurückgelassen wird, in dem Chancen offenstehen und in dem wir alle die Verantwortung füreinander tragen.
Ich sehe meine Kandidatur als Privileg, genau diese Begegnungen mitzunehmen nach Düsseldorf. Denn Politik, die wirkt, beginnt auf Augenhöhe – nicht im Elfenbeinturm.
Fazit
Vielfalt ist unser Vorteil. Gütersloh zeigt, wie gelungene Integration aussieht: nicht als Aufgabe, sondern als Bereicherung. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese Haltung weitergetragen wird – im Alltag, in der Politik und auf Veranstaltungen wie diesem.