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Gütersloh, Skatepark, Weberei, Teilhabe22. Juli 2026

Skatepark an der Weberei: Ein Ort für die Szene – Jetzt muss es vorangehen

Skatepark an der Weberei: Ein Ort für die Szene – Jetzt muss es vorangehen

Im Rahmen der „SPD Fraktion vor Ort" haben wir uns heute am Skatepark an der Weberei getroffen. Gemeinsam mit Trittbrett e.V.  haben wir uns die Lage vor Ort angesehen und darüber gesprochen, was dieser Platz braucht, um seiner Bedeutung gerecht zu werden.

Ein Verein, der trägt – und mehr Raum braucht

Der Trittbrett e.V. zeigt, dass hier eine lebendige Community existiert, die sich eigenständig organisiert und engagiert. Im Sommer bietet der Verein regelmäßig gut besuchte Skate-Angebote an – leider bisher nicht in Gütersloh selbst, sondern in der Umgebung. Das soll sich ändern.

David Szymura hat uns heute eindrucksvoll geschildert, mit welcher Leidenschaft und Eigeninitiative der Verein arbeitet. Ein Skatepark muss ein öffentlich zugänglicher Ort bleiben, genau wie andere städtische Sport- und Spielflächen. Frei, offen und für alle da.

Der Zustand: Über 20 Jahre alt und sichtlich abgenutzt

Der Skatepark an der Weberei existiert seit über 20 Jahren. Die Spuren der Zeit sind unübersehbar:

  • Der Asphaltbelag ist zu rau und für das Skaten ungeeignet – ein Verletzungsrisiko.
  • Scherben und mangelnde Pflege beeinträchtigen die Nutzung zusätzlich.
  • Die Nähe zur Wohnbebauung erfordert Schallschutzmaßnahmen, die bei einer Neugestaltung direkt mitgedacht werden müssen.
  • Für Akzeptanz und Sicherheit im Quartier muss der Bereich vollständig einsehbar sein.

Ein positives Beispiel liefert Rheda-Wiedenbrück, wo ähnliche Anlagen erfolgreich in eine Quartiersaufwertung integriert wurden. Auch in Gütersloh muss der Skatepark als Teil des öffentlichen Raums neu gedacht werden – nicht als Nischenprojekt, sondern als fester Bestandteil der städtischen Infrastruktur.

Der Standort: Stadtnah und optimal angebunden

Die Lage direkt an der Weberei, neben dem Jugendtreff, ist ideal. Jugendliche erreichen den Ort problemlos, die Anbindung an den öffentlichen Raum ist gegeben, und die Verbindung zum bestehenden Jugendtreff schafft Synergien, die kein anderer Standort in Gütersloh bieten könnte. Dieser Ort hat Potenzial – er muss nur genutzt werden.

Jugendhilfeplan gibt den Rahmen – jetzt braucht es Geld im Haushalt

Dass der Jugendhilfeplan Skate-Möglichkeiten vorsieht und der Verein den Ort für eigene Angebote nutzen wird, ist ein wichtiger Schritt. Doch entscheidend ist, was danach kommt: Die finanzielle Planung muss in den Haushalt aufgenommen werden. Ohne konkret ausgewiesene Mittel bleibt der Plan ein Versprechen. Und Versprechen allein bauen keine Skateparks.

Es darf nicht weiter aufgeschoben werden. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit aus der Aufnahme in den Jugendhilfeplan ein echtes Bauprojekt wird.

Teilhabe im Alltag – Warum mir das wichtig ist

Als Landtagskandidatin steht „Teilhabe im Alltag" im Zentrum meiner Arbeit. Ein Skatepark ist mehr als eine Sportfläche. Er ist ein Ort, an dem junge Menschen Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft erleben und sich frei entfalten können. Der Trittbrett e.V. beweist genau das bereits – mit Engagement, mit Freude und mit einer Szene, die da ist.

Wir müssen sicherstellen, dass diese Community einen Ort bekommt, der ihrem Einsatz entspricht. Ein öffentlicher, frei zugänglicher Skatepark an der Weberei – das ist kein Luxus, sondern gelebte Teilhabe.